Die Erfahrungen der AEF-Spanische Weiterbildungsakademie e.V.  bei der Integration von Ausländern in Deutschland ist  durch den erfolgreich Verlauf von Projekten zu diesem Thema seit den achtziger Jahren nicht unbemerkt geblieben.

In diesem Zusammenhang hebt sich der Einsatz der AEF für die Entwicklung in ländlichen Gebieten hervor, wo die Integration all dieser „neuen Bürger“ noch schwieriger ist.

Genau hier zeichnet sich die Arbeit der AEF an ihren Sitz in Hornberg im Schwarzwald in Baden Württemberg (Deutschland) aus. Eine idyllische Landschaft mit dichten Wäldern für die Touristen, doch allzu oft ein weiter und steiniger Weg für Migranten mit dem Ziel, sich zu integrieren. Vor allem, wenn sie sich mit der Sprache noch nicht sicher fühlen.

In Anbetracht dieses Problems und des Fachkräftemangels in der Region, hat sich die Abgeordnete Sandra Boser diese Woche mit Alfredo Sánchez, Leiter der AEF in Hornberg, getroffen, um Lösungen für die soziale Entwicklung des ländlichen Raumes zu entwerfen.

„Das Wirtschaftsministerium von BW hat kürzlich ein Pilotprojekt abgelehnt, das sich zum Ziel gesetzt hatte, ausländische Arbeiter im Raum Kinzigtal zu erfassen und zu integrieren. Wir werden jedoch versuchen, das Projekt zu reaktivieren“, erklärte Alfredo Sánchez der Abgeordneten.

In diesem Sinne macht die AEF keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Nationalitäten ihrer Kursteilnehmer: Ohne Ansehen von Herkunft oder Status der Flüchtlinge verfolgt das Ausbildungsangebot der AEF immer das gleiche Ziel: die Integration in Gesellschaft und Arbeit im ländlichen Raum.

Sandra Boser hat ihrerseits auf die Schwierigkeiten durch den Mangel an qualifiziertem Personal in dem Gebiet hingewiesen. Insbesondere auf dem Tourismus-Sektor. „Benötigt werden Institutionen wie die AEF, die den richtigen Weg zeigen“.

Unter Bezugnahme auf die Willkommenszentren, wie das von Freiburg, die in den großen Städten gegründet wurden, könnten diese schon ein Teil des Problems sein. Schon allein aufgrund der großen Entfernungen. Für viele der Neuankömmlinge ist es sehr schwer, diese Informationsstellen zu erreichen. Aus diesem Grund hat man daran gedacht, ein neues Zentrum, kleineren Ausmaßes, im Zentrum des Schwarzwaldes zu schaffen. Dieses Thema wird Frau Boser künftig der Wirtschaftsministerin des Landes, Nicole Hoffmeister-Kraut vorstellen.

Der Bürgermeister, Siegfried Scheffold, hat erklärt, dass der Schwarzwald im ländlichen Raum durch seine kleinen und mittleren Unternehmen geprägt ist,  die wie auch  der Tourismus-Sektor Schwierigkeiten haben, Personal zu finden. Demzufolge hat sich Sandra Boser zu dem  kürzlich abgelehnten Projekt  geäußert und gesagt, sie wolle die Wirtschaftsministerin zu einem Treffen vor Ort einladen. Ein konkreter Termin hierfür wurde jedoch nicht genannt.

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