Grosser Erfolg des Seminars “Elternbildung und schulischer Erfolg”

Am Wochenende des 24. bis 26. Novembers 2017 fand das Seminar “Elternbildung und schulischer Erfolg” in Königswinter statt. Es wurde von dem Bund der Spanischen Elternvereine in der BRD e.V. (Confederación), in Deutschland älteste Organisation dieser Art, organisiert. Zielgruppe der Informationsveranstaltung waren Multiplikatoren, interessierte Eltern und Vertreter von Vereinen aus ganz Deutschland. Sie leistete einen wichtigen Beitrag für die Hilfe und Orientierung aller spanischsprechenden Migranten in Deutschland, in dem sie den Zuwanderern bei alltäglichen Themen besonderer Relevanz, denen nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet wird, hilft. Oftmals verzweifeln die Migranten auf Grund unzureichender Information, fehlender Kenntnisse und nicht vorhandenen Bewusstseins über relevante Themen wie die Bildung ihrer Kinder, das Familienrecht in ihrem Aufnahmeland oder die Herausforderung der zweisprachigen Erziehung.

Während der Informationsveranstaltung wurden folgende Themen behandelt:

• DAS FAMILIENRECHT BEZOGEN AUF SPANISCHE FAMILIEN

In diesem Beitrag wurde auf besonders wichtige Themen eingegangen wie die verschiedenen Steuerklassen, die finanzielle Unterstützung der Eltern und die enstprechenden Anforderungen, um sie beim Staat zu beantragen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Regulierung der Mutter- bzw. Vaterschaft (Elternzeit), Vorgaben bei der Familiennamengebung und wie die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt werden kann.

• UNTERSCHIEDE UND ÄHNLICHKEITEN DES DEUTSCHEN UND SPANISCHEN BILDUNGSSYSTEMS

Ein weiterer herauszuhebender Aspekt des Programms war der Vergleich und die Unterschiede dem deutschen und spanischen Bildungssytems. In diesem Zusammenhang wurde die Wichtigkeit des Einsatzes und der Beteiligung der Eltern im schulischen Alltag betont. Dabei wurden Fragen wie die Möglichkeiten der Kinder ohne deutsche Sprachkenntnisse eine Schule zu besuchen, welches Schulsystem das geeignete ist und wie Kinder beim Lernen unterstützt werden können, berücksichtigt.

• DIE HERAUSFORDERUNG DER ZWEISPRACHIGEN ERZIEHUNG

Hauptanliegen des muttersprachlichen Ergänzungsunterrichts (ALCES) ist der Erhalt der Verbindung zu den spanischen Wurzeln. Nach Abschluss des Kurses erhalten die Schüler vom Ministerium ein Zertifikat für spanische Sprache und Kultur und es wird ihnen optional angeboten, das DELE (Diplom für spanisch als Fremdsprache) vom Instituto de Cervantes zu erhalten. Außerdem wurde über zweisprachige Kitas informiert und allgemein über die Bedeutung und die alltägliche Herausforderung der zweisprachigen Bildung diskutiert.

• DESINFORMATION IN DEN SOZIALEN NETZWERKEN?

Bei der Vorstellung des aktuellen Themas wurde berichtet, wie schwierig es ist, in den sozialen Netzwerken herauszufinden, welche Informationen wertvoll sind. Für Migranten, insbesondere für Neuzuwanderer außerhalb ihrer linguistischen Komfortzone, ist es eine besondere Erschwernis, für Ihre Anliegen nützliche und weiterbringende Informationen herauszufiltern. Es wurde auch über die postfaktische Wahrheit gesprochen und wie die Aufmerksamkeit der Internet-User auf Grund der enormen und unendlichen Information im Internet gefordert wird.

Entspricht alles der Wahrheit? Ist alles falsch? Stehen wir vor Halbwahrheiten? Es ist die primäre Aufgabe jedes Einzelnen sich für die Daten, die er aus dem sozialen Netzwerk bezieht bzw. in ihnen veröffentlicht, zu verantworten. In einem Szenarium, in dem wir die Sprache nicht beherrschen, neigen wir wegen fehlender Referenzen dazu, den erstbesten Informationen zu vertrauen.

Der Bund der Spanischen Elternvereine in der BRD e.V. – Confederación de Asociaciones Españolas de Padres de Familia en la R. F. de Alemania (Confederación) wurde am 10. November 1973 in Wiesbaden gegründet. Die Confederación entstand durch die Selbstorganisation der spanischen Elternvereine. Seitdem setzt sich die Confederación uneigennützlich für die Integration spanischsprachiger Migranten ein.

Köln (Deutschland), 28 Nov. (MJ García)
Übersetzung: Cristina Fernández

Kommentar erbeten

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlich